Die Ernährung der Rennmaus

 

In der freinen Natur ernähren sich mongolische Rennmäuse hauptsächlich von Blättern, Wurzeln, Gräsern und Samen. Ab und zu werden auch Insekten gefressen, die den Tieren als Lieferanten von tierischem Eiweiß dienen. Ihren Flüssigkeitsbedarf decken Rennmäuse aus flüssigkeitsreicher Nahrung.

Deshalb sollte das Futter, der bei uns lebenden Rennmäuse auch aus drei Futterarten bestehen: Trockenfutter, Frischfutter und tierischem Eiweiß. Zu jeder der Futterarten gibt es auf dieser Seite eine eigene Rubrik. Wer sich auch noch anderweitig informieren möchte, kann dies z.B. unter folgenden URLs tun:

http://www.ig-rennmaeuse.de/futter.htm   oder  http://www.exotische-nager.de/Futterkonzept.htm

Da Rennmäuse gerne und viel im Streu und in ihren Sandbädern buddeln ist es sinnvoll die Futternäpfe erhöht ins Aquarium zu stellen. Entweder baut man eigene "Futterebenen" ein oder man stellt die Näpfe auf Blumentöpfe. Am Besten funktioniert diese Lösung, wenn man als Futternäpfe lackierte Tonuntersetzer aus dem Baumarkt verwendet.

 

1. Trockenfutter

Rennmäuse sollten jeden Tag ungefähr einen Eßlöffel Trockenfutter angeboten bekommen. Wenn man noch keine Erfahrungen mit Rennmäusen hat kann man das Futter erstmal in einen Napf füllen, um einen Überblick zu bekommen, wieviel die Rennmäuse tatsächlich fressen. Später kann man das Futter auch verstecken, damit die Renner etwas zu tun haben.

Als Trockenfutter eignen sich die meisten der im Zoogeschäft erhältlichen Rennmausfutter. Am besten hat mir das Futter von Gerri Gerbil (Supreme Petfoods) gefallen, welches auch Bestandteil meiner eigenen Futtermischung ist. Meine Futtermischung besteht aus Gerri Gerbil, verschiedenen Hirsen, Grassamen, Kanariensaat, Kardisaat, Paddyreis, Buchweizen, Katzenfutter und einer kleinen Menge Haferflocken.

 

2. Frischfutter

Es gibt zwei Möglichkeiten Rennmäuse mit Flüssigkeit zu versorgen. Die eine Möglichkeit ist es den Rennern eine Wasserflasche zur Verfügung zu stellen, aus der sie sich jederzeit bedienen können und ihnen Obst und Gemüse nur als Leckerbissen zu geben. Die andere Möglichkeit ist es den Flüssigkeitsbedarf nur über Obst und Gemüse zu decken. Entscheidet man sich für die Wasserflasche, sollte man den Rennern keine Gurken geben, da es sonst leicht zu Durchfällen oder Blähungen führen kann, die auch tödlich enden können.

Wenn man ausschließlich mit Frischfutter ernährt sollte man pro Rennmaus und Tag einen Teelöffel Frischfutter rechnen. Das Frischfutter kann als kleingeschnittener gemischter "Salat" verfüttert oder in größeren Stücken gereicht werden. Trächtige oder stillende Rennmausweibchen sollten etwas mehr Frischfutter bekommen, um den erhöhten Flüssigkeitsbedarf zu decken.

 

Hier eine Liste der zu verfütternden Gemüse- und Obstsorten:

  - Karotten

  - Gurke

  - Paprika

  - Tomaten

  - Chicoree

  - Endivie

  - Stangensellerie

  - Apfel

  - Birne

  - Trauben

  - Bananen

  - Orange und Mandarine in kleinen Mengen

 

3. Tierisches Eiweiß

Den Bedarf an tierischem Eiweiß kann man über verschiedene Nahrungsquellen decken. Am besten ist es die Rennmäuse mit Lebendfutter, bestehend aus Mehlwürmern oder Heimchen/Grillen zu füttern. Bei den Heimchen/Grillen kann man sogar beobachten, wie die Renner durch das Aquarium jagen, um diese zu fangen.

Wenn man sich allerdings davor ekelt Mehlwürmer oder Heimchen/Grillen zu verfüttern, ist es möglich den Tieren kleine Mengen an Quark oder Naturjoghurt zu geben, allerdings gibt es Rennmäuse, die keinen Joghurt oder Quark mögen. Auch gekochte Eier werden nicht von allen Rennern gefressen. Dort besteht außerdem die Gefahr, dass das Ei zu schnell verdirbt.

Eine gute Alternative zum Lebendfutter sind aber auch Hundekuchen oder Trockenfutter für Katzen. In einigen Zoohandlungen kann man auch getrocknete Garnelen kaufen die ebenfalls den Eiweißbedarf decken können.